Diskussion über diese Post

Avatar von User
Avatar von Vektor7

(Ja. Tut mir leid. Das ist nunmal meine erste Reaktion - auch auf deine letzten Texte. Ich brauchte ein bisschen Zeit um mich davon zu erholen und dann kann ich auch vernünftig kommentieren)

Avatar von Christoph Klinger

Schöner Text, dem ich - du wirst es vielleicht nicht glauben - auch inhaltlich in weiten Teilen zustimmen kann. Und es tritt ja auch unser Dissens zu Tage, du schreibst es selbst:

"Und es ist eine berechtigte Forderung, dass die Vertreter einer libertären Position in der Willensfreiheitsdebatte ein Weltbild liefern sollten, das für diese Freiheit überhaupt Platz bietet.

Und es ist meines Erachtens richtig, dass ein physikalistisch-naturalistisches Weltbild einen solchen Platz tatsächlich nicht liefert. "

Deine Schlussfolgerung daraus ist, den Physikalismus zu verwerfen. Das ist natürlich legitim. Ich dagegen will am Physikalismus festhalten, bin aber davon überzeugt, dass es innerhalb dessen ein Verständnis von Willensfreiheit geben kann, das sogar noch viel sinnvoller und reichhaltiger ist als die libertarische Version.

An einer Stelle will ich aber doch noch widersprechen. Du schreibst, wenn der Determinismus widerlegt sei, sei damit "a fortiori" auch der Kompatibilismus hinfällig. Das sehe ich nicht. Ich beispielsweise bin kein Determinist. (Oder vielleicht müsste ich präziser sagen, ich bin was die Frage des Determinismus angeht agnostisch. Es wäre Aufgabe der Physik, herauszufinden, ob die Welt bis ins kleinste determiniert ist oder nicht. Aber ich habe Zweifel, dass das jemals gelingen kann.) Die Idee des Kompatibilismus ist, dass Willensfreiheit mit dem Determinismus überhaupt nichts zu tun hat. Eine solche Theorie der Willensfreiheit funktioniert in einer deterministischen Welt genauso wie in einer nicht-deterministischen.

1 weiterer Kommentar …

Keine Posts

Sind Sie bereit für mehr?