Boah, starke Arbeit. Danke! Ich kann also nicht selber bestimmen, ob ich den Porridge rechts oder linksrum umrühre. Aber ich entscheide selber, ob ich ihn esse oder an die Wand klatsche und es als Kunst deklariere!
Das ist gut beobachtet. Und dabei nie vergessen, dass Kunst sich besser verkauft, wenn der Künstler sich zwecks PR Körperteile abschneidet und ins Kunstwerk einbaut.
Wow, was für eine Flut an neuen Geschichten, von denen ich noch nie gehört habe. Cool! Und deine Fragen am Verschwinden Majoranas aufzuhängen funktioniert gut finde ich. Sciascia fragt warum Majorana verschwand, Agamben fragt was das Verschwinden bedeutet, uns du fragst ob die Prämisse überhaupt stimmt.
Du schneidest es an im Text und ich finde es auch gruselig wie sich die Geschichte mit KI wiederholt. Geniale Menschen, die Angst vor ihrem eigenen Tun haben und es dennoch tun. Und dann stellt sich erneut die Frage, ob man wie Fermi mitmacht oder wie Majorana verschwindet. Dürrenmatts „die Physiker“ hatte ich beim Lesen auch oft im Kopf.
Am meisten gefällt mir aber deine Auseinandersetzung mit Odysseus. Dass er in der Charybdis landet und sich trotzdem rettet, und deine Überlegungen, was das für den Indeterminismus bedeutet. Der Indeterminismus ist nicht der Tod, sondern ein Durchgang. Das würde Majorana wahrscheinlich auch gefallen. Und auch Illichs Ansichten zur Wahlfreiheit bei der Begegnung mit dem Nächsten könnten Majorana zusagen stelle ich mir vor.
Ich habe nach deinem Artikel Lust, zu beiden noch ein bißchen mehr zu recherchieren.
Hey, jetzt habe ich mir ordentlich Zeit gelassen mit dem Antworten. Sorry! Ich habe krankheitsbedingt einen Substack-Rückstau auflaufen lassen, der mich gewaltig überforderte.
Aber vielen Dank erst mal, dass Du dir die Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Und vielen Dank für die wertschätzenden Worte. An Dürrenmatt hatte ich in diesem Kontext noch gar nicht gedacht. Gute Parallele.
Ich denke, viele machen pragmatisch mit, weil sie wissen, dass wenn nicht sie, es ein anderer tun würde, und die zu erforschenden Fragen zu faszinierend sind, um nicht hautnah dabei sein zu wollen. Und dann denkt man schnell: yolo :)
Man kann es auch spieltheoretisch ausdrücken: die individuell beste Entscheidung führt mitunter zu insgesamt schlechten Ergebnissen. Das ist schade und ein ungelöstes Problem.
Dieses spieltheoretische Problem wirkt für mich wie ein Glitch im menschlichen Bewusstsein. Wenn wir da nicht aus unserer Haut können, steht ja fest, dass wir uns selber vernichten müssen.
Antworten kommen nicht schneller, aber es geht mir wieder gut :)
Ich denke, dass der Ausweg aus spieltheoretischen Dilemmata oft darin besteht, den gordischen Knoten des Egoismus zu zerschlagen und sich schlicht über die Logik des Eigennutzens hinwegzusetzen.
danke, jetzt bin ich wach :) und fasziniert von den vielfältigen versuchen des menschen, dem zufall eine gesetzmäßigkeit überstülpen zu wollen... und von Simone Weil, die sich (darf man das so sagen?) in einem spirituellen wahn zu tode hungerte, statt ihren körper zu heilen. ein nachdenklicher start in die osterwoche liegt vor mir.
Boah, starke Arbeit. Danke! Ich kann also nicht selber bestimmen, ob ich den Porridge rechts oder linksrum umrühre. Aber ich entscheide selber, ob ich ihn esse oder an die Wand klatsche und es als Kunst deklariere!
Das ist gut beobachtet. Und dabei nie vergessen, dass Kunst sich besser verkauft, wenn der Künstler sich zwecks PR Körperteile abschneidet und ins Kunstwerk einbaut.
Wow, was für eine Flut an neuen Geschichten, von denen ich noch nie gehört habe. Cool! Und deine Fragen am Verschwinden Majoranas aufzuhängen funktioniert gut finde ich. Sciascia fragt warum Majorana verschwand, Agamben fragt was das Verschwinden bedeutet, uns du fragst ob die Prämisse überhaupt stimmt.
Du schneidest es an im Text und ich finde es auch gruselig wie sich die Geschichte mit KI wiederholt. Geniale Menschen, die Angst vor ihrem eigenen Tun haben und es dennoch tun. Und dann stellt sich erneut die Frage, ob man wie Fermi mitmacht oder wie Majorana verschwindet. Dürrenmatts „die Physiker“ hatte ich beim Lesen auch oft im Kopf.
Am meisten gefällt mir aber deine Auseinandersetzung mit Odysseus. Dass er in der Charybdis landet und sich trotzdem rettet, und deine Überlegungen, was das für den Indeterminismus bedeutet. Der Indeterminismus ist nicht der Tod, sondern ein Durchgang. Das würde Majorana wahrscheinlich auch gefallen. Und auch Illichs Ansichten zur Wahlfreiheit bei der Begegnung mit dem Nächsten könnten Majorana zusagen stelle ich mir vor.
Ich habe nach deinem Artikel Lust, zu beiden noch ein bißchen mehr zu recherchieren.
Hey, jetzt habe ich mir ordentlich Zeit gelassen mit dem Antworten. Sorry! Ich habe krankheitsbedingt einen Substack-Rückstau auflaufen lassen, der mich gewaltig überforderte.
Aber vielen Dank erst mal, dass Du dir die Zeit genommen hast, den Artikel zu lesen. Und vielen Dank für die wertschätzenden Worte. An Dürrenmatt hatte ich in diesem Kontext noch gar nicht gedacht. Gute Parallele.
Ich denke, viele machen pragmatisch mit, weil sie wissen, dass wenn nicht sie, es ein anderer tun würde, und die zu erforschenden Fragen zu faszinierend sind, um nicht hautnah dabei sein zu wollen. Und dann denkt man schnell: yolo :)
Man kann es auch spieltheoretisch ausdrücken: die individuell beste Entscheidung führt mitunter zu insgesamt schlechten Ergebnissen. Das ist schade und ein ungelöstes Problem.
Ich hoffe, es geht dir wieder besser!
Dieses spieltheoretische Problem wirkt für mich wie ein Glitch im menschlichen Bewusstsein. Wenn wir da nicht aus unserer Haut können, steht ja fest, dass wir uns selber vernichten müssen.
Antworten kommen nicht schneller, aber es geht mir wieder gut :)
Ich denke, dass der Ausweg aus spieltheoretischen Dilemmata oft darin besteht, den gordischen Knoten des Egoismus zu zerschlagen und sich schlicht über die Logik des Eigennutzens hinwegzusetzen.
Das traust du den Menschen zu? Ich hör grad den Podcast „Die OpenAI Story“ vom WDR und da wird mir einfach schlecht.
we’re the cradle of the best and the worst :)
Als sozusagen Christ bin ich auf Optimismus festgelegt.
danke, jetzt bin ich wach :) und fasziniert von den vielfältigen versuchen des menschen, dem zufall eine gesetzmäßigkeit überstülpen zu wollen... und von Simone Weil, die sich (darf man das so sagen?) in einem spirituellen wahn zu tode hungerte, statt ihren körper zu heilen. ein nachdenklicher start in die osterwoche liegt vor mir.