Die Frage nach der Willensfreiheit eröffnet den Nexus der Philosophie. Sie führt uns, wenn wir sie lassen, zur Überwindung des nihilistischen Welt- und Menschenbildes
Wenn er nur begrenzt, aber dennoch frei ist, bist du Libertarier. Du kannst es an folgender Frage prüfen: Bist du der Ansicht, dass alles Schreckliche, was jemals auf Erden geschehen ist, notwendigerweise so geschehen musste und die Menschen und die Menschheit keinerlei Chance hatte, dem zu entkommen?
Wenn nein, dann bist du Libertarier.
Dass die Freiheit des Menschen in irgendeinem Sinne eingeschränkt ist, das glaubt auch jeder Libertarier. Aber eingeschränkt ist eben nicht das Gleiche wie inexistent.
D.h. du bist der Ansicht, dass bspw. jeder Todesfall im 2. Weltkrieg, die zerbombten oder vergasten Kinder, nicht verhinderbar waren und wenn der nächste Genozid kommt, dass auch der nicht verhinderbar ist?
Toller Text. Ich fühle mich geehrt, dass ich als Inspirationsquelle dafür herhalten durfte.
Zwei Anmerkungen, vielleicht für den weiteren Verlauf:
1. Ich würde gerne noch besser verstehen, wieso du ein teleologisches Weltbild als zwingende Voraussetzung für Freiheit, Normativität und Kausalität siehst. Bei der Normativität leuchtet es mir noch am ehesten ein, dass man die Antwort im Absoluten sucht. (Auch wenn ich selbst mir diesen Weg verbieten würde.) Aber bei dir klingt es so, als wäre es der einzige logisch denkbare Ausweg, um diese Konzepte zu erhalten. Vielleicht kannst du dazu noch ein wenig mehr sagen?
2. Nach meinem Verständnis ist es auf keinen Fall so, dass man als Kompatibilist "das Selbstverständnis als (willens-)freie Urheber von Handlungen" aufgeben muss. Im Gegenteil: Meine ganze argumentative Kraft gilt dem Projekt, zu zeigen, dass so etwas auch im Rahmen eins naturwissenschaftlichen Weltbildes möglich ist. (Und wenn ich sie nicht ganz falsch verstehe, sehen das auch Dennett, Frankfurt und die meisten anderen Kompatibilisten so.) Wenn du also gegen den Kompatibilsmus argumentieren willst, müsstest du schon zeigen, dass eine solche Position entgegen aller Bemühungen trotzdem zwingend daraus folgt.
Hey, ich antworte schon einmal kurz, aber auf beides werde ich natürlich demnächst ausführlicher eingehen.
Ad 1. Da gibt es verschiedene Ebenen, aber vllt wäre am wichtigsten zu unterscheiden eine rein inhaltliche Ebene und eine Art Metaebene. Auf der inhaltlichen Ebene kann man meines Erachtens plausibel machen, und zwar separat für alle drei Begriffe (Freiheit, Normativität, Kausalität), dass sie ohne teleologisches Element nicht nur nicht definiert, sondern nicht einmal charakterisiert werden können. Für die gängigen Vorschläge, wie dies geschehen könnte, kann man meines Erachtens zeigen, dass diese das teleologische Element sozusagen hineinschmuggeln, ohne es kenntlich zu machen und dann so tun, als wäre es nicht da :) Auf der Metaebene scheint mir dieser Umstand auch nicht überraschend, denn wir sind als Menschen ja zutiefst teleologisch denkende Wesen und alle Kulturen vor der modernen westlichen Kultur waren zutiefst teleologisch denkend.
Ich verstehe tatsächlich nicht so richtig, und deshalb glaube ich, dass man immer eine psychologische und historische Dimension braucht, um die modernen Fragen der Philosophie zu betrachten, woher die Idee kommt, der moderne Westen wüsste es besser als der Rest der Kulturen. Also ich maße mir an, dass ich glaube, es doch zu verstehen, aber ich halte es für eine Art Hyperrationalismus und ein Selbstmissverständnis des westlichen Moderne und auch das kann man, denke ich, recht plausibel machen. Die Strömungen der Philosophie, die so denken, operieren, dazu passend, typischerweise maximal ahistorisch und aperspektivisch.
Dabei wird übersehen, dass die naturwissenschaftliche Perspektive auf die Welt nicht aperspektisch ist, sondern eine bestimmte Perspektive, die einen bestimmten Zweck (!) verfolgt. Und deshalb ist die meines Erachtens überzeugendste Analyse der Frage, was im naturwissenschaftlichen Sinne empirisches Wissen eigentlich ist, die des Kulturalismus (z.B. Peter Janich) und verwandter Ideen, nämlich Herstellungswissen, technisches Know-How, das dann auf metaphysische und andere Fragen fehlangewendet wird.
Wie gesagt, das werde ich noch tiefergehend ausführen, aber wenn dir direkt dazu schon Einwände einfallen, gerne!
Ad 2. Ja. Ich argumentiere (wie ja übrigens auch Sam Harris), dass der Kompatibilismus keine logisch konsistente Position ist und dass er diesen Mangel damit überdeckt, dass er Willensfreiheit durch Handlungsfreiheit ersetzt und so tut, als sei diese eigentlich jene. Ich argumentiere, dass der Kompatibilismus in den harten Determinismus hineinkollabiert, sobald er ernsthaft versucht, sich logisch konsistent zu machen.
Ich denke zudem, dass der Kompatibilismus (ähnlich wie der Utilitarismus) deshalb trotzdem eine so beliebte Position ist (und Dennett war ohne Zweifel ein genialer Denker), weil er behauptet, das Sein mit dem Sollen versöhnen zu können, ohne uns narzistisch zu kränken (was der harte Determinismus tut) oder den Physikalismus (oder wie man es nennen will) aufzugeben (was die Liberatrier typischerweise tun).
Etwas flapsig formuliert könnte man vllt sagen, dass dieser Impuls bedeutet, dass man zugleich nichts Göttliches anerkennen will und doch aber die eigene Göttlichkeit nicht ganz aufgeben.
Addendum zu 2. Meines Erachtens ist es im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Weltbildes zwingend erforderlich, gegen den Determinismus zu argumentieren. So wie Peirce das z.B. auch ausführt. Entgegen der weitverbreiteten Annahme, ist der Determinismus keine conditio sine qua non dieses Weltbildes, sondern mit selbigem streng genommen nicht kompatibel :) Aber zusätzlich dazu bin ich der Meinung, dass ein rein naturwissenschaftliches Weltbild selbstwidersprüchlich ist, siehe was ich zu 1. ausgeführt hatte. Die Naturwissenschaften bieten eine mögliche (und berechtigte) Perspektive auf die Welt, aber es bleibt eine Perspektive unter vielen.
Addendum zum Addendum. Ich denke, ich muss es sogar noch differenzierter Formulieren. Es gibt nicht einmal das eine naturwissenschaftliche Weltbild, weil die Naturwissenschaften keinstenfalls monolithisch sind. Sie sind ganz im Gegenteil völlig uneins darüber, welche Sicht der Dinge aus ihrer Gesamtheit folgen würde. Insofern ist “das naturwissenschaftliche Weltbild” eine Art Abstraktion, die aber, so glaube ich, wenig Realitätsbezug hat.
Danke Conrad. Ich bleibe also gespannt wie ein Flitzebogen.
Ich bin immer wieder baff, wie belesen du bist. Coole Nummer.
Ich hab jetzt schon furchtbar viele Gedanken, die ich gerne in Kontakt bringen würde. Aber ich glaube, die werden angebrachter sein, wenn es noch inhaltlicher wird.
Ich hab den Text jetzt nochmal gelesen, um die Gedanken wieder hervorzukramen, die mir unmittelbar beim ersten Lesedurchgang kamen. Ich warte auf deinen nächsten Text. Es gäbe wirklich nicht viel substanzielles beizutragen, wo du doch noch gar nicht wirklich inhaltlich geworden bist. Ich kann so viel sagen: ich bin neugierig auf alle Positionen. Auch die der Deterministen und der Kompatibilisten. Es gibt ein paar schöne Parallelen zwischen deinem anekdotisch-biographischen Bericht und meinem persönlichen Werdegang :) insofern freu ich mich, wenn die Deterministen und Nihilisten dieser Welt von innen heraus zur Darstellung kommen - ‘cause we’re all them at some point or another. Und mich interessiert sehr, wie du die Schwelle beschreiben wirst: wie wird aus einem Nihilist, der von seiner Freiheit nichts wissen will, ein schöpferischer, verantwortungsvoller Mensch? In dieser Frage liegt doch ein Schatz begraben…
und sobald es inhaltlich wird, kann ich mir sicher nicht verkneifen, sehr viel ausholender auf deine Texte einzugehen. bis dahin ;)
Nun gut, dann muss ich ja doch einen zweiten Teil schreiben ;)
Danke für die zusätzliche Motivation. Die brauche ich manchmal um bei einer Sache zu bleiben, statt ganz wo anders hin zu schweben. Wobei ich diese Reihe — in weiser Selbsterkenntnis — ja schon dahingehend angelegt habe, dass ich sie überall hin führen kann, wo ich hinwill, wenn ich soweit bin, wieder irgendwo hin zu wollen :)
Aber ich denke, Teil 2 muss jetzt doch philosophisches Handwerk auspacken und die drei (eigentlich ja vier) Positionen ausleuchten und die Kompatibilisten liebevoll verdreschen. (Die sind die die Agnostiker bei Schiffbruch mit Tiger, falls du das kennst.)
Ich sitz gerade in einem lauten, überfüllten Café. Das ist kein gutes Umfeld, um einen Kommentar zu deinem Text zu schreiben. Ich werd‘s später nachliefern.
Hab mir diesen Artikel gerade als Auftakt zur Serie ein zweites Mal durchgelesen und dabei freudig festgestellt, dass ich mir neulich - völlig unabhängig - Theaterkarten für "Warten auf Godot" gekauft habe. Ich freue mich sehr drauf!
Ich hab leider keine Ahnung von Philosophie, deshalb frag ich Dich einfach mal 😉
Zu welcher Rubrik gehöre ich, wenn ich der Überzeugung bin, dass der Mensch einen von Gott begrenzten freien Willen hat?
Wenn er nur begrenzt, aber dennoch frei ist, bist du Libertarier. Du kannst es an folgender Frage prüfen: Bist du der Ansicht, dass alles Schreckliche, was jemals auf Erden geschehen ist, notwendigerweise so geschehen musste und die Menschen und die Menschheit keinerlei Chance hatte, dem zu entkommen?
Wenn nein, dann bist du Libertarier.
Dass die Freiheit des Menschen in irgendeinem Sinne eingeschränkt ist, das glaubt auch jeder Libertarier. Aber eingeschränkt ist eben nicht das Gleiche wie inexistent.
Okay, dann bin ich kein Libertarier.
Ich bin aber dennoch froh, dass Gott uns nicht nach unserem unbeschränkten Willen handeln lässt, wir hätten uns schon längst ausgelöscht.
D.h. du bist der Ansicht, dass bspw. jeder Todesfall im 2. Weltkrieg, die zerbombten oder vergasten Kinder, nicht verhinderbar waren und wenn der nächste Genozid kommt, dass auch der nicht verhinderbar ist?
Ich kann das hier nicht in der Kürze darlegen.
Dann mach doch mal nen Post drauf ;)
Toller Text. Ich fühle mich geehrt, dass ich als Inspirationsquelle dafür herhalten durfte.
Zwei Anmerkungen, vielleicht für den weiteren Verlauf:
1. Ich würde gerne noch besser verstehen, wieso du ein teleologisches Weltbild als zwingende Voraussetzung für Freiheit, Normativität und Kausalität siehst. Bei der Normativität leuchtet es mir noch am ehesten ein, dass man die Antwort im Absoluten sucht. (Auch wenn ich selbst mir diesen Weg verbieten würde.) Aber bei dir klingt es so, als wäre es der einzige logisch denkbare Ausweg, um diese Konzepte zu erhalten. Vielleicht kannst du dazu noch ein wenig mehr sagen?
2. Nach meinem Verständnis ist es auf keinen Fall so, dass man als Kompatibilist "das Selbstverständnis als (willens-)freie Urheber von Handlungen" aufgeben muss. Im Gegenteil: Meine ganze argumentative Kraft gilt dem Projekt, zu zeigen, dass so etwas auch im Rahmen eins naturwissenschaftlichen Weltbildes möglich ist. (Und wenn ich sie nicht ganz falsch verstehe, sehen das auch Dennett, Frankfurt und die meisten anderen Kompatibilisten so.) Wenn du also gegen den Kompatibilsmus argumentieren willst, müsstest du schon zeigen, dass eine solche Position entgegen aller Bemühungen trotzdem zwingend daraus folgt.
Hey, ich antworte schon einmal kurz, aber auf beides werde ich natürlich demnächst ausführlicher eingehen.
Ad 1. Da gibt es verschiedene Ebenen, aber vllt wäre am wichtigsten zu unterscheiden eine rein inhaltliche Ebene und eine Art Metaebene. Auf der inhaltlichen Ebene kann man meines Erachtens plausibel machen, und zwar separat für alle drei Begriffe (Freiheit, Normativität, Kausalität), dass sie ohne teleologisches Element nicht nur nicht definiert, sondern nicht einmal charakterisiert werden können. Für die gängigen Vorschläge, wie dies geschehen könnte, kann man meines Erachtens zeigen, dass diese das teleologische Element sozusagen hineinschmuggeln, ohne es kenntlich zu machen und dann so tun, als wäre es nicht da :) Auf der Metaebene scheint mir dieser Umstand auch nicht überraschend, denn wir sind als Menschen ja zutiefst teleologisch denkende Wesen und alle Kulturen vor der modernen westlichen Kultur waren zutiefst teleologisch denkend.
Ich verstehe tatsächlich nicht so richtig, und deshalb glaube ich, dass man immer eine psychologische und historische Dimension braucht, um die modernen Fragen der Philosophie zu betrachten, woher die Idee kommt, der moderne Westen wüsste es besser als der Rest der Kulturen. Also ich maße mir an, dass ich glaube, es doch zu verstehen, aber ich halte es für eine Art Hyperrationalismus und ein Selbstmissverständnis des westlichen Moderne und auch das kann man, denke ich, recht plausibel machen. Die Strömungen der Philosophie, die so denken, operieren, dazu passend, typischerweise maximal ahistorisch und aperspektivisch.
Dabei wird übersehen, dass die naturwissenschaftliche Perspektive auf die Welt nicht aperspektisch ist, sondern eine bestimmte Perspektive, die einen bestimmten Zweck (!) verfolgt. Und deshalb ist die meines Erachtens überzeugendste Analyse der Frage, was im naturwissenschaftlichen Sinne empirisches Wissen eigentlich ist, die des Kulturalismus (z.B. Peter Janich) und verwandter Ideen, nämlich Herstellungswissen, technisches Know-How, das dann auf metaphysische und andere Fragen fehlangewendet wird.
Wie gesagt, das werde ich noch tiefergehend ausführen, aber wenn dir direkt dazu schon Einwände einfallen, gerne!
Ad 2. Ja. Ich argumentiere (wie ja übrigens auch Sam Harris), dass der Kompatibilismus keine logisch konsistente Position ist und dass er diesen Mangel damit überdeckt, dass er Willensfreiheit durch Handlungsfreiheit ersetzt und so tut, als sei diese eigentlich jene. Ich argumentiere, dass der Kompatibilismus in den harten Determinismus hineinkollabiert, sobald er ernsthaft versucht, sich logisch konsistent zu machen.
Ich denke zudem, dass der Kompatibilismus (ähnlich wie der Utilitarismus) deshalb trotzdem eine so beliebte Position ist (und Dennett war ohne Zweifel ein genialer Denker), weil er behauptet, das Sein mit dem Sollen versöhnen zu können, ohne uns narzistisch zu kränken (was der harte Determinismus tut) oder den Physikalismus (oder wie man es nennen will) aufzugeben (was die Liberatrier typischerweise tun).
Etwas flapsig formuliert könnte man vllt sagen, dass dieser Impuls bedeutet, dass man zugleich nichts Göttliches anerkennen will und doch aber die eigene Göttlichkeit nicht ganz aufgeben.
Addendum zu 2. Meines Erachtens ist es im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Weltbildes zwingend erforderlich, gegen den Determinismus zu argumentieren. So wie Peirce das z.B. auch ausführt. Entgegen der weitverbreiteten Annahme, ist der Determinismus keine conditio sine qua non dieses Weltbildes, sondern mit selbigem streng genommen nicht kompatibel :) Aber zusätzlich dazu bin ich der Meinung, dass ein rein naturwissenschaftliches Weltbild selbstwidersprüchlich ist, siehe was ich zu 1. ausgeführt hatte. Die Naturwissenschaften bieten eine mögliche (und berechtigte) Perspektive auf die Welt, aber es bleibt eine Perspektive unter vielen.
Addendum zum Addendum. Ich denke, ich muss es sogar noch differenzierter Formulieren. Es gibt nicht einmal das eine naturwissenschaftliche Weltbild, weil die Naturwissenschaften keinstenfalls monolithisch sind. Sie sind ganz im Gegenteil völlig uneins darüber, welche Sicht der Dinge aus ihrer Gesamtheit folgen würde. Insofern ist “das naturwissenschaftliche Weltbild” eine Art Abstraktion, die aber, so glaube ich, wenig Realitätsbezug hat.
Danke Conrad. Ich bleibe also gespannt wie ein Flitzebogen.
Ich bin immer wieder baff, wie belesen du bist. Coole Nummer.
Ich hab jetzt schon furchtbar viele Gedanken, die ich gerne in Kontakt bringen würde. Aber ich glaube, die werden angebrachter sein, wenn es noch inhaltlicher wird.
Nun, wenn du deine Gedanken jetzt einbringst, werden sie wahrscheinlich verändern, was inhaltlich als nächstes kommt? ;)
Ich hab den Text jetzt nochmal gelesen, um die Gedanken wieder hervorzukramen, die mir unmittelbar beim ersten Lesedurchgang kamen. Ich warte auf deinen nächsten Text. Es gäbe wirklich nicht viel substanzielles beizutragen, wo du doch noch gar nicht wirklich inhaltlich geworden bist. Ich kann so viel sagen: ich bin neugierig auf alle Positionen. Auch die der Deterministen und der Kompatibilisten. Es gibt ein paar schöne Parallelen zwischen deinem anekdotisch-biographischen Bericht und meinem persönlichen Werdegang :) insofern freu ich mich, wenn die Deterministen und Nihilisten dieser Welt von innen heraus zur Darstellung kommen - ‘cause we’re all them at some point or another. Und mich interessiert sehr, wie du die Schwelle beschreiben wirst: wie wird aus einem Nihilist, der von seiner Freiheit nichts wissen will, ein schöpferischer, verantwortungsvoller Mensch? In dieser Frage liegt doch ein Schatz begraben…
und sobald es inhaltlich wird, kann ich mir sicher nicht verkneifen, sehr viel ausholender auf deine Texte einzugehen. bis dahin ;)
Nun gut, dann muss ich ja doch einen zweiten Teil schreiben ;)
Danke für die zusätzliche Motivation. Die brauche ich manchmal um bei einer Sache zu bleiben, statt ganz wo anders hin zu schweben. Wobei ich diese Reihe — in weiser Selbsterkenntnis — ja schon dahingehend angelegt habe, dass ich sie überall hin führen kann, wo ich hinwill, wenn ich soweit bin, wieder irgendwo hin zu wollen :)
Aber ich denke, Teil 2 muss jetzt doch philosophisches Handwerk auspacken und die drei (eigentlich ja vier) Positionen ausleuchten und die Kompatibilisten liebevoll verdreschen. (Die sind die die Agnostiker bei Schiffbruch mit Tiger, falls du das kennst.)
haha, das hab ich auch schon gedacht ;) nagut… lass mich das kurz niederschreiben.
Ich sitz gerade in einem lauten, überfüllten Café. Das ist kein gutes Umfeld, um einen Kommentar zu deinem Text zu schreiben. Ich werd‘s später nachliefern.
Wir haben ja viel Zeit :)
Hab mir diesen Artikel gerade als Auftakt zur Serie ein zweites Mal durchgelesen und dabei freudig festgestellt, dass ich mir neulich - völlig unabhängig - Theaterkarten für "Warten auf Godot" gekauft habe. Ich freue mich sehr drauf!