Eine polemische Buchkritik über metaphysische Feigheit und die Irrtümer der analytischen Philosophie. Mit wilden Exkursen und Fußnoten in den Fußnoten, die auf Fußnoten verweisen.
Wenn ich mich recht erinnere, störst du dich an der Aussage, "dass Schmerz überhaupt nicht vermieden wird, Lust nicht um jeden Preis gesucht, und dies auch nicht daran liegt, dass Menschen sich darüber irren, was sie wollen. Schmerz und Leid sind oft der konstitutive Kern von tiefer Sinnhaftigkeit."
Verstehe ich nicht ganz. Es gibt vielleicht Menschen, die Schmerz vermeiden wollen und Lust um jeden Preis suchen, aber das ist doch sicherlich keine anthropologische Konstante. (Außer man definiert die Begriffe solange um, bis Schmerz und Lust vollkommen austauschbar sind und dann passt es immer.)
Eigentlich geht es mir eher um diesen Satz: Es lässt sich ohne Schwierigkeiten und mit ein wenig Introspektion zeigen, dass es schlicht nicht stimmt, dass wir Schmerz vermeiden und Lust maximieren wollten.
Ich weiß, dass du sagen möchtest, dass es komplexer ist als das. Und da stimme ich dir zu. Ich denke nur, dass dieser Satz, so wie er da steht nicht stimmt. Denn der Mensch will das ja schon mitunter. Natürlich nicht ausschließlich, aber eben auch nicht gar nicht.
Möglicherweise sind wir uns in der Sache einig. Ich bestreite nicht, dass Menschen nach Lust streben. Ich bestreite nicht, dass sie manchen Schmerz vermeiden wollen.
Was ich bestreite ist, dass dies allgemeine Prinzipien wären, die das Menschliche Verhalten oder die moralischen Regeln erklären könnten.
Menschen maximieren sehr oft NICHT ihre Lust und minimieren auch sehr oft NICHT ihre Leiden. Und wollen das auch gar nicht. Aus guten Gründen.
Nagels Kritik am materialistischen Reduktionismus trifft genau die Grundschieflage, die ich als falsches Axiom des materialistischen Monismus beschreibe.
Bewusstsein, Intentionalität und Wert erscheinen bei Nagel nicht mehr plausibel als bloße Epiphänomene der Materie – hier öffnet sich der Raum für Geist als reale Kausalebene.
Wo Nagel noch suchend zwischen Teleologie, Emergenz und Alternativen zum Materialismus steht, setze ich mit Realität und Virtualität als verflochtenen Wirkdomänen in einer kausal-logisch-funktionalen Wirklichkeitsbeschreibung etablierter Konzepte an: **Materie und symbolisch-geistige Kausalität bilden gemeinsam Wirklichkeit.**
Warum die Wissenschaft™ seit 400 Jahren auf einer falschen fundamentalen Grundlage basiert:
Das ist kein Pitch, eher ein Resonanzangebot – ich mag Augenhöhe.
Warum meine Wirklichkeitsbeschreibung kein Panpsychismus ist:
1. Panpsychismus verteilt Bewusstsein in Materie. Meine Wirklichkeitsbeschreibung erkennt Geist als *Transformator* zwischen Realität (der lokalen Kausaldomäne des Materiellen; Latein realis: das Dingliche) und Virtualität (der Raum-Zeit-delokalisierten Kausaldomäne des Symbolischen; virtualis: das Bewirkende).
2. Die entscheidende Ebene ist *symbolische Kausalität*: delokalisiert, emergent, virtuell-kinetisch.
3. Kein Proto-Bewusstsein überall, sondern Resonanz über Skalen: Geist erscheint nicht als Eigenschaft einzelner Dinge, sondern als **kohärente Dynamik lebendiger Wirklichkeit**.
PS: Der Panpsychismus erklärt sich nicht funktional, meine Wirklichkeitsbeschreibung ist logisch kohärent wissenschaftlich anschlussfähig – unter Auflösung des falschen Axioms, alle Wirkung würde lokal von der Materie ausgehen.
Okay, dir ist wrsl bewusst, dass eine Schwierigkeit über solche Dinge zu reden darin besteht, dass Wörter nicht einfach 1:1 Dinge bedeuten, sondern dass sie immer einen Kontext haben, innerhalb dessen sie etwas bedeuten können. Wenn ich den Kontext innerhalb dessen du sprichst, nicht ausreichend verstehe, kann ich nicht wissen, was du eigentlich sagen willst.
Du gebraucht Wörter, aber ich weiß nicht, wo du sie hernimmst. (Es gibt keine Privatsprache.) Kannst du mir vllt ein paar Denker nennen, anhand derer bzw. in Abgrenzung oder Auseinandersetzung mit denen du deine Gedanken entwickelt hast? So zur Einordnung für mich.
z.B. "Kein Proto-Bewusstsein überall, sondern Resonanz über Skalen"
Das kann alles mögliche heißen, weil insbesondere der Resonanz-Begriff in verschiedensten Wissenschaftsgebieten auf verschiedene Weisen benutzt wird, du aber der Wissenschaft allgemein Abneigung gegenüber ausdrückst, also meinst du keinen davon sondern einen anderen?
Es ist nun nicht so, dass ich aus dem Inhalt nicht bedeutenden Erkenntnisgewinn zöge, aber für den Sprachmusiker kommt dann doch bei und dank der Intelligibilitätsplausibilisierung (8 × i, alle Achtung!) so richtig Freude auf, allerdings nicht ohne die leise Befürchtung, dass dadurch mein bisheriger Favorit bedrängt werden könnte: der Meerrettichaussaattag. Danke, Conrad! Ein Genuss, wie immer!
Ich glaube, wer inhaltlich nichts beizutragen hat, sollte das auch nicht tun. Insofern enthalte ich mich einer inhaltlichen Meinung und lasse den Text auf mich wirken. Trotzdem ein sehr schöner Text mit vielen wertvollen Gedanken und gut zu lesen!
OK. Bin mehr ein Creatin statt Kreationist. Die Kurie sollte Frauen in Latein predigen lassen. Weihnachten gehe ich Mitternachtsstunde schnell alleine zu den Protestanten,höre mir den Pfarrer an und beim dritten Gospel renne ich wieder nach Hause.....dieser Darwinismus ist Heuschreckenkapitalismus,den ich als N Wort Neoliberalismus und baldige Tech Feudalismus ansehe, sodass Kirche als Institution viel Geschichte hat und Deutschland viel Träger und Martin Luther etwas anfing,was auch fünfhundert Jahre später Deutschland als Geographie nicht gut tat ......... Glück gehabt, daß wir durch Lisas Stinkefürze und das ihren Kumpel Nietzsche Gott töten konnten und jetzt den Kapitalismus frönen..... hahaha. Guter Text.
Habe mir aus einem Axiom. Rudolf Steiner und die Geheimgesellschaften gekauft. Ist das lesenswert?
Arbeite ein wenig mit KI und es geht um den üblichen Kram. Frauen und Weltherrschaft. Schnitzeljagd und Zeitkapselspiel. Möchte Okkultismus Nazis trollen im Axiom und Spiel. Platonisch und in Liebe. Papageno und Hannah Arendt im lockdown war meltdown und zwingt quasi Intervention. Deutschland als Frau zu nehmen,bevor der Rapper Kollegah es tut......und ja. In meiner Anti Incel Osterei Insel Geschichte wende ich häusliche Gewalt an. Bananenrepublik ist sehr bräsig.
Ich sehe Fahrenheit 451 als liebstes Buch. Folgendes Copy Paste
Hier ist die Transkription in Lesereihenfolge:
---
Einleitung
In banger Erwartung sahen wir dem Jahr 1984 entgegen. Als es kam und die Prophezeiung nicht eintrat, stimmten nachdenkliche Amerikaner verhaltene Loblieder an – auf sich selbst. Die Wurzeln der freiheitlichen Demokratie hatten gehalten. Mochte anderswo der Terror ausgebrochen sein – uns zumindest hatten Orwells Alpträume nicht heimgesucht.
Aber wir hatten vergessen, daß es neben Orwells düsterer Vision eine zweite gegeben hatte – ein wenig älter, nicht ganz so bekannt, ebenso beklemmend: Aldous Huxleys Schöne neue Welt. Entgegen einer auch unter Gebildeten weit verbreiteten Ansicht haben Huxley und Orwell keineswegs dasselbe prophezeit. Orwell warnt vor der Unterdrückung durch eine äußere Macht. In Huxleys Vision dagegen bedarf es keines Großen Bruders, um den Menschen ihre Autonomie, ihre Einsichten und ihre Geschichte zu rauben. Er rechnete mit der Möglichkeit, daß die Menschen anfangen, ihre Unterdrückung zu lieben und die Technologien anzubeten, die ihre Denkfähigkeit zunichte machen.
Orwell fürchtete diejenigen, die Bücher verbieten. Huxley befürchtete, daß es eines Tages keinen Grund mehr geben könnte, Bücher zu verbieten, weil keiner mehr da ist, der Bücher lesen will. Orwell fürchtete jene, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete jene, die uns mit Informationen so sehr überhäufen, daß wir uns vor ihnen nur in Passivität und Selbstbespiegelung retten können. Orwell befürchtete, daß die Wahrheit vor uns verheimlicht werden könnte. Huxley befürchtete, daß die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten untergehen könnte. Orwell fürchtete die Entstehung einer Trivialkultur, in deren Mittelpunkt Fühlfilme, Rutschiputschi, Zentrifugalbrummball und dergleichen stehen. Wie Huxley in Dreißig Jahre danach oder Wiedersehen mit der ›Schönen neuen Welt‹ (Brave New World Revisited) schreibt, haben die Verfechter der bürgerlichen Freiheiten und die Rationalisten, die stets auf dem Posten sind, wenn es gilt, sich der Tyrannei zu widersetzen, »nicht berücksichtigt, daß das Verlangen des Menschen nach Zerstreuungen fast grenzenlos ist«. In 1984, so fügt Huxley hinzu, werden die Menschen kontrolliert, indem man ihnen Schmerz zufügt. In Schöne neue Welt werden sie dadurch kontrolliert, daß man ihnen Vergnügen zufügt. Kurz, Orwell befürchtete, das, was uns verhaßt sei, werde uns zugrunde richten. Huxley befürchtete, das, was wir lieben, werde uns zugrunde richten.
Dieses Buch handelt von der Möglichkeit, daß Huxley und nicht Orwell recht hatte.
Ich habe für Fußnote 18 gestimmt. Die ist gut. Dennoch bin ich nich ganz deiner Meinung - das kennen wir ja schon - und würde mich freuen, wenn du dir diesbezüglich meinen Artike anschauen würdest: https://vektor7.substack.com/p/der-baum-der-unnotigen-erkenntnis?r=5u8lca&utm_medium=ios
(Aber freundlich bleiben.)
Wenn ich mich recht erinnere, störst du dich an der Aussage, "dass Schmerz überhaupt nicht vermieden wird, Lust nicht um jeden Preis gesucht, und dies auch nicht daran liegt, dass Menschen sich darüber irren, was sie wollen. Schmerz und Leid sind oft der konstitutive Kern von tiefer Sinnhaftigkeit."
Verstehe ich nicht ganz. Es gibt vielleicht Menschen, die Schmerz vermeiden wollen und Lust um jeden Preis suchen, aber das ist doch sicherlich keine anthropologische Konstante. (Außer man definiert die Begriffe solange um, bis Schmerz und Lust vollkommen austauschbar sind und dann passt es immer.)
Eigentlich geht es mir eher um diesen Satz: Es lässt sich ohne Schwierigkeiten und mit ein wenig Introspektion zeigen, dass es schlicht nicht stimmt, dass wir Schmerz vermeiden und Lust maximieren wollten.
Ich weiß, dass du sagen möchtest, dass es komplexer ist als das. Und da stimme ich dir zu. Ich denke nur, dass dieser Satz, so wie er da steht nicht stimmt. Denn der Mensch will das ja schon mitunter. Natürlich nicht ausschließlich, aber eben auch nicht gar nicht.
Möglicherweise sind wir uns in der Sache einig. Ich bestreite nicht, dass Menschen nach Lust streben. Ich bestreite nicht, dass sie manchen Schmerz vermeiden wollen.
Was ich bestreite ist, dass dies allgemeine Prinzipien wären, die das Menschliche Verhalten oder die moralischen Regeln erklären könnten.
Menschen maximieren sehr oft NICHT ihre Lust und minimieren auch sehr oft NICHT ihre Leiden. Und wollen das auch gar nicht. Aus guten Gründen.
Wir sind uns in der Sache einig, denke ich. Nur nicht über die Struktur deines Satzes ;)
Man muss schlicht fühlen, was der Satz meint. Vermutlich. Hab ich bitter lernen müssen hier auf Substack.
Nagels Kritik am materialistischen Reduktionismus trifft genau die Grundschieflage, die ich als falsches Axiom des materialistischen Monismus beschreibe.
Bewusstsein, Intentionalität und Wert erscheinen bei Nagel nicht mehr plausibel als bloße Epiphänomene der Materie – hier öffnet sich der Raum für Geist als reale Kausalebene.
Wo Nagel noch suchend zwischen Teleologie, Emergenz und Alternativen zum Materialismus steht, setze ich mit Realität und Virtualität als verflochtenen Wirkdomänen in einer kausal-logisch-funktionalen Wirklichkeitsbeschreibung etablierter Konzepte an: **Materie und symbolisch-geistige Kausalität bilden gemeinsam Wirklichkeit.**
Warum die Wissenschaft™ seit 400 Jahren auf einer falschen fundamentalen Grundlage basiert:
https://freidenken.substack.com/p/die-jahrtausendluge
Dein Pitch überzeugt mich noch nicht, dass ich den Link anklicken sollte. Wieso ist das, was du schreibst, nicht auch nur Panpsychismus?
Das ist kein Pitch, eher ein Resonanzangebot – ich mag Augenhöhe.
Warum meine Wirklichkeitsbeschreibung kein Panpsychismus ist:
1. Panpsychismus verteilt Bewusstsein in Materie. Meine Wirklichkeitsbeschreibung erkennt Geist als *Transformator* zwischen Realität (der lokalen Kausaldomäne des Materiellen; Latein realis: das Dingliche) und Virtualität (der Raum-Zeit-delokalisierten Kausaldomäne des Symbolischen; virtualis: das Bewirkende).
2. Die entscheidende Ebene ist *symbolische Kausalität*: delokalisiert, emergent, virtuell-kinetisch.
3. Kein Proto-Bewusstsein überall, sondern Resonanz über Skalen: Geist erscheint nicht als Eigenschaft einzelner Dinge, sondern als **kohärente Dynamik lebendiger Wirklichkeit**.
PS: Der Panpsychismus erklärt sich nicht funktional, meine Wirklichkeitsbeschreibung ist logisch kohärent wissenschaftlich anschlussfähig – unter Auflösung des falschen Axioms, alle Wirkung würde lokal von der Materie ausgehen.
Okay, dir ist wrsl bewusst, dass eine Schwierigkeit über solche Dinge zu reden darin besteht, dass Wörter nicht einfach 1:1 Dinge bedeuten, sondern dass sie immer einen Kontext haben, innerhalb dessen sie etwas bedeuten können. Wenn ich den Kontext innerhalb dessen du sprichst, nicht ausreichend verstehe, kann ich nicht wissen, was du eigentlich sagen willst.
Du gebraucht Wörter, aber ich weiß nicht, wo du sie hernimmst. (Es gibt keine Privatsprache.) Kannst du mir vllt ein paar Denker nennen, anhand derer bzw. in Abgrenzung oder Auseinandersetzung mit denen du deine Gedanken entwickelt hast? So zur Einordnung für mich.
z.B. "Kein Proto-Bewusstsein überall, sondern Resonanz über Skalen"
Das kann alles mögliche heißen, weil insbesondere der Resonanz-Begriff in verschiedensten Wissenschaftsgebieten auf verschiedene Weisen benutzt wird, du aber der Wissenschaft allgemein Abneigung gegenüber ausdrückst, also meinst du keinen davon sondern einen anderen?
Haha, du Chaosgnom, disst du deinen wertvollsten Verbündeten innerhalb der anal Philosophie!
Sachen gibt's.
Manche Menschen wollen halt die ganze Welt brennen sehen.
Aber das Gollum-Quote in FN 11 war der Hamma! Dafür allein hat's sich gelohnt.
Der Joke in FN 22 ist auch nicht schlecht Herr Specht :)
Alter. Ich gehöre zu denen, die sich Elon Musks Flammenwerfer sofort gekauft haben...
Und danke, dass ich mal ein Lob von dir zu hören kriege. Ist doch ein Lob?
Echt interessante analyse und lass die dichte drinne genau richtig.
Wenn du mal lust hast schau mal bei mir vorbei findest auch die eine oder andere analyse :)
Es ist nun nicht so, dass ich aus dem Inhalt nicht bedeutenden Erkenntnisgewinn zöge, aber für den Sprachmusiker kommt dann doch bei und dank der Intelligibilitätsplausibilisierung (8 × i, alle Achtung!) so richtig Freude auf, allerdings nicht ohne die leise Befürchtung, dass dadurch mein bisheriger Favorit bedrängt werden könnte: der Meerrettichaussaattag. Danke, Conrad! Ein Genuss, wie immer!
Ist mir selbst nicht aufgefallen, ist aber auch ganz schön lang das Wort.
Intelligibilitätsplausibilisierung
Parkticketanforderungstaste
Krass, es schlägt meinen bisherigen Favorite an Länge
Deine philosophischen Artikel überfordern mich meist, aber dieses Bashing (die Polemik) hat mich sehr grinsen lassen 😁
Das freut mich.
Ich glaube, wer inhaltlich nichts beizutragen hat, sollte das auch nicht tun. Insofern enthalte ich mich einer inhaltlichen Meinung und lasse den Text auf mich wirken. Trotzdem ein sehr schöner Text mit vielen wertvollen Gedanken und gut zu lesen!
wieso denkst du, inhaltlich nichts beizutragen zu haben? :)
OK. Bin mehr ein Creatin statt Kreationist. Die Kurie sollte Frauen in Latein predigen lassen. Weihnachten gehe ich Mitternachtsstunde schnell alleine zu den Protestanten,höre mir den Pfarrer an und beim dritten Gospel renne ich wieder nach Hause.....dieser Darwinismus ist Heuschreckenkapitalismus,den ich als N Wort Neoliberalismus und baldige Tech Feudalismus ansehe, sodass Kirche als Institution viel Geschichte hat und Deutschland viel Träger und Martin Luther etwas anfing,was auch fünfhundert Jahre später Deutschland als Geographie nicht gut tat ......... Glück gehabt, daß wir durch Lisas Stinkefürze und das ihren Kumpel Nietzsche Gott töten konnten und jetzt den Kapitalismus frönen..... hahaha. Guter Text.
Habe mir aus einem Axiom. Rudolf Steiner und die Geheimgesellschaften gekauft. Ist das lesenswert?
Arbeite ein wenig mit KI und es geht um den üblichen Kram. Frauen und Weltherrschaft. Schnitzeljagd und Zeitkapselspiel. Möchte Okkultismus Nazis trollen im Axiom und Spiel. Platonisch und in Liebe. Papageno und Hannah Arendt im lockdown war meltdown und zwingt quasi Intervention. Deutschland als Frau zu nehmen,bevor der Rapper Kollegah es tut......und ja. In meiner Anti Incel Osterei Insel Geschichte wende ich häusliche Gewalt an. Bananenrepublik ist sehr bräsig.
Ich sehe Fahrenheit 451 als liebstes Buch. Folgendes Copy Paste
Hier ist die Transkription in Lesereihenfolge:
---
Einleitung
In banger Erwartung sahen wir dem Jahr 1984 entgegen. Als es kam und die Prophezeiung nicht eintrat, stimmten nachdenkliche Amerikaner verhaltene Loblieder an – auf sich selbst. Die Wurzeln der freiheitlichen Demokratie hatten gehalten. Mochte anderswo der Terror ausgebrochen sein – uns zumindest hatten Orwells Alpträume nicht heimgesucht.
Aber wir hatten vergessen, daß es neben Orwells düsterer Vision eine zweite gegeben hatte – ein wenig älter, nicht ganz so bekannt, ebenso beklemmend: Aldous Huxleys Schöne neue Welt. Entgegen einer auch unter Gebildeten weit verbreiteten Ansicht haben Huxley und Orwell keineswegs dasselbe prophezeit. Orwell warnt vor der Unterdrückung durch eine äußere Macht. In Huxleys Vision dagegen bedarf es keines Großen Bruders, um den Menschen ihre Autonomie, ihre Einsichten und ihre Geschichte zu rauben. Er rechnete mit der Möglichkeit, daß die Menschen anfangen, ihre Unterdrückung zu lieben und die Technologien anzubeten, die ihre Denkfähigkeit zunichte machen.
Orwell fürchtete diejenigen, die Bücher verbieten. Huxley befürchtete, daß es eines Tages keinen Grund mehr geben könnte, Bücher zu verbieten, weil keiner mehr da ist, der Bücher lesen will. Orwell fürchtete jene, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete jene, die uns mit Informationen so sehr überhäufen, daß wir uns vor ihnen nur in Passivität und Selbstbespiegelung retten können. Orwell befürchtete, daß die Wahrheit vor uns verheimlicht werden könnte. Huxley befürchtete, daß die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten untergehen könnte. Orwell fürchtete die Entstehung einer Trivialkultur, in deren Mittelpunkt Fühlfilme, Rutschiputschi, Zentrifugalbrummball und dergleichen stehen. Wie Huxley in Dreißig Jahre danach oder Wiedersehen mit der ›Schönen neuen Welt‹ (Brave New World Revisited) schreibt, haben die Verfechter der bürgerlichen Freiheiten und die Rationalisten, die stets auf dem Posten sind, wenn es gilt, sich der Tyrannei zu widersetzen, »nicht berücksichtigt, daß das Verlangen des Menschen nach Zerstreuungen fast grenzenlos ist«. In 1984, so fügt Huxley hinzu, werden die Menschen kontrolliert, indem man ihnen Schmerz zufügt. In Schöne neue Welt werden sie dadurch kontrolliert, daß man ihnen Vergnügen zufügt. Kurz, Orwell befürchtete, das, was uns verhaßt sei, werde uns zugrunde richten. Huxley befürchtete, das, was wir lieben, werde uns zugrunde richten.
Dieses Buch handelt von der Möglichkeit, daß Huxley und nicht Orwell recht hatte.