Ich kann zu dem Thema nur soviel beitragen: Nicht jeder Palästinenser ist Hamas. Die Hamas repräsentiert nicht das gesamte Volk Palästinas.
Wer also schreit, das man Palästinenser nicht unterstützen darf, dem sind schlicht Unschuldige in diesem ganzen Wahnsinn (und die gibt es unweigerlich, es sei denn man möge mir erklären wie ein Kind schuldig sein kann) egal. Ich für meinen Teil betrachte beide Seiten. Und historische Gegebenheiten ausser Acht zu lassen, ist unsinnig, wird aber gern getan. Davon ab - wir als Europäer sollten hier vielleicht auch einfach mal still sein? Solang man nicht in der Lage ist zu betrachten (wie du es tust), woher eine Situation kommt - also was ihr Ursprung ist, sollten laute Töne letztes Mittel der Wahl sein.
Edit: Hiermit benatworte ich übrigens auch den Auslöser deine Textes. Ich finde, jeden der sich dafür ausspricht auch das palästinensische Volk zu berücksichtigen, zu beachten das dort nicht alle Hamas sind, das dort unzählige Menschen hingerichtet werden - als Romantisierer zu bezeichnen ... nun, das ist unklug (um bei einer niveauvollen Bezeichnung zu bleiben). Man kann Israel durchaus auch kritisieren, man muss nicht den Kurs der Regierung fahren. Man darf auch mal mit Menschen sprechen, die dort gelebt haben. Man darf auch einfach mal die Klappe halten. (sorry, jetzt ist das Niveau verrutscht.) Ich weiß schlicht nicht genug über dieses ganze Thema um mehr und gehaltvoller zu sagen. Mich nervt nur die einseitige, teils vorwurfsvolle Argumentation, sobald mir das Wohl der anderen Seite auch am Herzen liegt.
Zufällig entdeckte ich, dass hier über eine Note von mir diskutiert wird. Ich möchte kurz Stellung nehmen: Ich hatte formuliert, dass die Hamas Terroristen sind und dazu stehe ich auch. Ich unterscheide zwischen Hamas, Fatah und "Palästinensern" (die meisten sind keine, sondern Ägypter, Syrer etc.), also der einfachen arabischen Bevölkerung.
Ich bin sehr dafür, ein differenziertes Bild zu betrachten. Vor allem bin ich dafür, dass Menschen, die in Deutschland in ihren sicheren Redaktionsstuben sitzen und noch nie in Israel waren oder einen Fuß nach Judäa und Samaria gesetzt haben, keine Berichte bringen sollten, schon gar nicht so, als wüssten sie Bescheid. Sie können doch nur nachplappern, was ihnen die jeweilige Seite PR-optimiert präsentiert. Die sind noch nie dreimal in der Nacht im Nachtgewand im Treppenhaus gesessen, weil wieder Raketenalarm war oder haben sich mit den Schulkindern auf ihrem Schulweg mit dem Gesicht nach unten auf den Gehweg geworfen, wenn die Sirene losging. Aber solche ahnungslosen Menschen prägen das Bild vieler Deutscher.
Die Araber in Judäa und Samaria leben in einer Demokratie (Staat Israel), umgeben von 22 Diktaturen oder ähnlichen Regimes. Israel gibt Arabern und Juden, Männern und Frauen, dieselben Rechte. Diese Araber leben unter der Palästinensischen Autonomiebehörde und verwalten sich weitgehend selbst. Dazu leben mehr als 2 Millionen Araber direkt im israelischen Stammland. Sie sind dort gut integriert, haben dort Arbeit und leben gerne in Israel.
Davon unterschieden werden muss die Bevölkerung in Gaza, die seit Jahren unter dem Terrorregime der Hamas leb(t)en. Die Hamas unterdrückte diese Menschen, nahm sie als menschliche Schutzschilde in Kauf (as in: Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime), enthielt ihnen die vielen Milliarden Hilfsgelder aus dem Ausland vor, ließ sie hungern und sorgte für Gehirnwäsche.
Mit "Palästinenserromantiker" bezeichne ich Menschen, die gutgläubig nachplappern, was die Hamas so als Propaganda nach Deutschland sendet. Deren Bild von den armen, wehrlosen Palästinensern, die von dem bösen Israel unterdrückt werden, völlig ausblendet, dass sie von Gruppen wie beispielsweise der Hamas seit Jahren ausgebeutet, indoktriniert und zu einem blanken Hass gegen Israel aufgestachelt werden.
Ich stimme zu: Die Mehrheit der Palästinenser will keine Zwei-Staaten-Lösung.
Ich gebe hier nur mal drei Gründe wider: 1947 schlug die UN (Resolution 181) eine Teilung vor, die arabischen Führer und die arabische Liga lehnten das ab und begannen einen Krieg. Die Resolution 181 wurde nie verbindlich.
Unter Bill Clinton war eine Zwei-Staaten-Lösung mit sehr vorteilhaften Konditionen für die Araber zum Greifen nahe, Arafat (übrigens ein Ägypter) lehnte ab.
Tass Saada, ein Palästinenser und ehemaliger Sniper Arafats, glaubt auch nicht an die Zweistaatenlösung. Die Ideologien wurzeln zu tief dafür, beurteilt er die Lage.
Vor allem die palästinensische Ideologie, dass Befreiung die Vernichtung Israels bedeutet. Sie lehnen ein Existenzrecht Israels ab. So kann keine einvernehmliche Lösung erreicht werden.
Danke, dass du hier zeigst, dass es möglich ist, im Anhesicht dieser Komplexität, dieser Grausamkeit, dem gesammelten Quatsch und der kollektiven Verwirrung, einen Weg zur sinnvollen Stellungnahme zu gehen. ❤️
Ich denke, “von der Regierung kontrolliert” ist unterkomplex formuliert, aber richtig ist in meinen Augen, dass unser mediales Bild (von allem) durch verschiedenste Effekte massiv verzehrt ist. Triangulation, indem man verschiedene Medien aus verschiedenen Kulturkreisen zur Kenntnis nimmt, wäre eine — allerdings sehr zeitaufwändige — Möglichkeit, damit umzugehen.
Die Möglichkeit, die ich wählte, allerdings mehr zufällig, ist, Spezialisten, denen ich vertraue, zu einem bestimmten Thema zu befragen.
Und dann natürlich philosophisch über die verschiedenen Perspektiven nachzudenken und wer wohl warum welche Ideen dazu ausspricht. Wer hat Interessen und welche? Und wer will vor allem zur Sache selbst sprechen? Ich denke, Mearsheimer ist z.B. jemand, den einfach der Gegenstand selbst brennend interessiert. Allerdings hat er natürlich trotzdem seine ganz spezielle Brille seiner IR-Theorie auf. Aber selbst wenn ich das rausrechne, denke ich noch immer, dass seine Analyse im Großen und Ganzen richtig ist.
Was mich interessieren würde, Salma, ist, welche mögliche Lösung du idealerweise für die nächsten sagen wir 50 Jahre sehen würdest, zu Frieden in “Nahost” zu kommen?
Ich kann zu dem Thema nur soviel beitragen: Nicht jeder Palästinenser ist Hamas. Die Hamas repräsentiert nicht das gesamte Volk Palästinas.
Wer also schreit, das man Palästinenser nicht unterstützen darf, dem sind schlicht Unschuldige in diesem ganzen Wahnsinn (und die gibt es unweigerlich, es sei denn man möge mir erklären wie ein Kind schuldig sein kann) egal. Ich für meinen Teil betrachte beide Seiten. Und historische Gegebenheiten ausser Acht zu lassen, ist unsinnig, wird aber gern getan. Davon ab - wir als Europäer sollten hier vielleicht auch einfach mal still sein? Solang man nicht in der Lage ist zu betrachten (wie du es tust), woher eine Situation kommt - also was ihr Ursprung ist, sollten laute Töne letztes Mittel der Wahl sein.
Edit: Hiermit benatworte ich übrigens auch den Auslöser deine Textes. Ich finde, jeden der sich dafür ausspricht auch das palästinensische Volk zu berücksichtigen, zu beachten das dort nicht alle Hamas sind, das dort unzählige Menschen hingerichtet werden - als Romantisierer zu bezeichnen ... nun, das ist unklug (um bei einer niveauvollen Bezeichnung zu bleiben). Man kann Israel durchaus auch kritisieren, man muss nicht den Kurs der Regierung fahren. Man darf auch mal mit Menschen sprechen, die dort gelebt haben. Man darf auch einfach mal die Klappe halten. (sorry, jetzt ist das Niveau verrutscht.) Ich weiß schlicht nicht genug über dieses ganze Thema um mehr und gehaltvoller zu sagen. Mich nervt nur die einseitige, teils vorwurfsvolle Argumentation, sobald mir das Wohl der anderen Seite auch am Herzen liegt.
Zufällig entdeckte ich, dass hier über eine Note von mir diskutiert wird. Ich möchte kurz Stellung nehmen: Ich hatte formuliert, dass die Hamas Terroristen sind und dazu stehe ich auch. Ich unterscheide zwischen Hamas, Fatah und "Palästinensern" (die meisten sind keine, sondern Ägypter, Syrer etc.), also der einfachen arabischen Bevölkerung.
Ich bin sehr dafür, ein differenziertes Bild zu betrachten. Vor allem bin ich dafür, dass Menschen, die in Deutschland in ihren sicheren Redaktionsstuben sitzen und noch nie in Israel waren oder einen Fuß nach Judäa und Samaria gesetzt haben, keine Berichte bringen sollten, schon gar nicht so, als wüssten sie Bescheid. Sie können doch nur nachplappern, was ihnen die jeweilige Seite PR-optimiert präsentiert. Die sind noch nie dreimal in der Nacht im Nachtgewand im Treppenhaus gesessen, weil wieder Raketenalarm war oder haben sich mit den Schulkindern auf ihrem Schulweg mit dem Gesicht nach unten auf den Gehweg geworfen, wenn die Sirene losging. Aber solche ahnungslosen Menschen prägen das Bild vieler Deutscher.
Die Araber in Judäa und Samaria leben in einer Demokratie (Staat Israel), umgeben von 22 Diktaturen oder ähnlichen Regimes. Israel gibt Arabern und Juden, Männern und Frauen, dieselben Rechte. Diese Araber leben unter der Palästinensischen Autonomiebehörde und verwalten sich weitgehend selbst. Dazu leben mehr als 2 Millionen Araber direkt im israelischen Stammland. Sie sind dort gut integriert, haben dort Arbeit und leben gerne in Israel.
Davon unterschieden werden muss die Bevölkerung in Gaza, die seit Jahren unter dem Terrorregime der Hamas leb(t)en. Die Hamas unterdrückte diese Menschen, nahm sie als menschliche Schutzschilde in Kauf (as in: Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime), enthielt ihnen die vielen Milliarden Hilfsgelder aus dem Ausland vor, ließ sie hungern und sorgte für Gehirnwäsche.
Mit "Palästinenserromantiker" bezeichne ich Menschen, die gutgläubig nachplappern, was die Hamas so als Propaganda nach Deutschland sendet. Deren Bild von den armen, wehrlosen Palästinensern, die von dem bösen Israel unterdrückt werden, völlig ausblendet, dass sie von Gruppen wie beispielsweise der Hamas seit Jahren ausgebeutet, indoktriniert und zu einem blanken Hass gegen Israel aufgestachelt werden.
Ich stimme zu: Die Mehrheit der Palästinenser will keine Zwei-Staaten-Lösung.
Ich gebe hier nur mal drei Gründe wider: 1947 schlug die UN (Resolution 181) eine Teilung vor, die arabischen Führer und die arabische Liga lehnten das ab und begannen einen Krieg. Die Resolution 181 wurde nie verbindlich.
Unter Bill Clinton war eine Zwei-Staaten-Lösung mit sehr vorteilhaften Konditionen für die Araber zum Greifen nahe, Arafat (übrigens ein Ägypter) lehnte ab.
Tass Saada, ein Palästinenser und ehemaliger Sniper Arafats, glaubt auch nicht an die Zweistaatenlösung. Die Ideologien wurzeln zu tief dafür, beurteilt er die Lage.
Vor allem die palästinensische Ideologie, dass Befreiung die Vernichtung Israels bedeutet. Sie lehnen ein Existenzrecht Israels ab. So kann keine einvernehmliche Lösung erreicht werden.
Danke, dass du hier zeigst, dass es möglich ist, im Anhesicht dieser Komplexität, dieser Grausamkeit, dem gesammelten Quatsch und der kollektiven Verwirrung, einen Weg zur sinnvollen Stellungnahme zu gehen. ❤️
Ich denke, “von der Regierung kontrolliert” ist unterkomplex formuliert, aber richtig ist in meinen Augen, dass unser mediales Bild (von allem) durch verschiedenste Effekte massiv verzehrt ist. Triangulation, indem man verschiedene Medien aus verschiedenen Kulturkreisen zur Kenntnis nimmt, wäre eine — allerdings sehr zeitaufwändige — Möglichkeit, damit umzugehen.
Die Möglichkeit, die ich wählte, allerdings mehr zufällig, ist, Spezialisten, denen ich vertraue, zu einem bestimmten Thema zu befragen.
Und dann natürlich philosophisch über die verschiedenen Perspektiven nachzudenken und wer wohl warum welche Ideen dazu ausspricht. Wer hat Interessen und welche? Und wer will vor allem zur Sache selbst sprechen? Ich denke, Mearsheimer ist z.B. jemand, den einfach der Gegenstand selbst brennend interessiert. Allerdings hat er natürlich trotzdem seine ganz spezielle Brille seiner IR-Theorie auf. Aber selbst wenn ich das rausrechne, denke ich noch immer, dass seine Analyse im Großen und Ganzen richtig ist.
Was mich interessieren würde, Salma, ist, welche mögliche Lösung du idealerweise für die nächsten sagen wir 50 Jahre sehen würdest, zu Frieden in “Nahost” zu kommen?
Free palestine 🇵🇸 mögen alle Menschen frei sein