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Avatar von Vektor7

Warum wir schreiben? Warum wir lesen? Ich denke, weil wir denken können. Hätten wir keinen Geschichten, wären wir rechnende Tiere. ;)

Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass nicht jeder diesen Drang und diesen Sog verspürt. Das ist auch gut so, denn es müssen ja auch noch die Werke des Tages vollbracht, das Essen gekocht und die Kinder groß gezogen werden.

Natürlich ist es Ablenkung. Aber ist es Ablenkung? Wer sagt, dass nicht die Geschichten das wahre Leben sind und die Pflichten, die Ablenkung? Wer sagt, dass das Tagewerk nicht bloß den Stoff für die Geschichten liefert. Wie viele Leben kannst du in den Geschichten gelebt haben. Sonst hast du nur eines. Der Mensch ist für die Unendlichkeit gemacht. Unendlich viele Geschichten gibt es zu erzählen. Sie erfassen zu wollen, wäre Wahnsinn. So wie es Wahnsinn ist, was der Protagonist in deinem Projekt vor hat. Doch versuchen müssen wir es.

Wir können das Leben nicht verstehen, doch leben müssen wir es.

Avatar von wort.bruch

Die Idee, dass wir unser Leben über Geschichten erzählen und deuten, erinnert mich stark an das Konzept der narrativen Identität. Würdest du sagen, dass Frisch das bereits vorwegnimmt, oder würdest du das unterscheiden?

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