Der Hund, der Salamander und die Leere
Unglaublich wenig Text. Viele schöne Bilder.
1. Der Salamander als Hausgast
Mit das Schönste in der Maremma ist, dass wir viele wilde Tiere sehen. Kühe, Pferde (im Naturschutzgebiet), diverse Fische und Vögel, in der Dämmerung aber auch Frösche, die über die Straße hüpfen — oder auch warten, bis wir ausgestiegen sind, um sie zu betrachten —, Rehe, Hasen, Katzen und natürlich Flora, die Hündin unserer Ferienunterkunft (okay, die letzten beiden sind streng genommen nicht wild), die uns immer freudig begrüßt, und viele Eidechsen und Salamander.
Und eine (1) Kakerlake. Die sind gar nicht so hässlich wie behauptet. Aber natürlich auch nicht gerade Schönheiten.
Besonders schön ist, dass in unserer Unterkunft, im Badezimmer, ein solcher Salamander lebt und sich von den Insekten ernährt, die sich dort einfinden. Es ist faszinierend, ihm dabei zuzuschauen.
2. Der Hund versteht
In Pitigliano waren wir gestern shoppen und haben uns wunderschönen Schmuck gekauft, den zu zeigen mir aber verboten wurde. Aber jedenfalls habe ich dort auch diese schönen Hundesprüche gesehen:
Ich verstehe nicht viel Italienisch, aber diesen Spruch habe ich mit Ach und Krach übersetzt bekommen:
“Der Hund spricht nicht, aber er versteht Dein Herz.” — Wie wahr, wie wahr, denke ich. Hatte kurz zuvor von der Freundin, die gerade auf unseren Hund, Findus (a.k.a. DerbeSis), aufpasst, eine wundervolle Sprachnachricht erhalten, wie süß der sei und wie herzensgut und wie anhänglich etc. pp.
Und ich finde, wenn man sich Kinder mit Hunden anschaut, in diesem Fall unsere Jüngste mit Flora, fühlt man es sofort, oder?
3. Befreie den freien Geist
Ebenfalls gestern in Pitigliano fiel mir plötzlich folgendes Schild in den Blick. (Fiel mir in den Blick? Nun ja, es ist >30 Grad warm.)
“Libera Mente” — Freier Geist, oder auch Befreie den Geist, das klang doch vielversprechend. (Wissenschaft, Philosophie und Meditation für einen freien Geist und ein authentisches (und glückliches) Leben. Shut up and take my money.
Das Bild ist leider etwas verschwommen, aber drunter stand, mehr könne man in der Box auf der linken Seite entdecken.
Diese Box:
Ich war mir nicht sicher, ob ich es tun sollte, aber ich öffnete die Box.
Schließlich liegt mein Open to Experience Score bei 96 oder so.
Für die, die das nicht kennen, das ist ein Wert unter den sogenannten Big Five, einem psychologischen Persönlichkeitsprofil mit fünf Dimensionen, äußerst interessant, um über sich selbst, seine Probleme und über die Interaktionen mit anderen Menschen nachzudenken.
Mein Agreeableness-Wert ist übrigens — das mag überraschen — bei genau 50.
Das heißt, ich bin da absolut durchschnittlich, sozusagen. Oder Medianisch. Sagen wir lieber medianisch. (Kann man das so sagen?)
Jedenfalls habt ihr euch bestimmt schon gedacht, was in der Box war, oder?
(What is in the BOX??!?)
Seht her:
Die Leere? Staub? (Denn Staub bist du, und zu Staub sollst du werden…)
Ein Koan?
Wer weiß.
Aber komm, für diejenigen, die jetzt enttäuscht sind —
sozusagen zum Trost —
hier doch noch ein Bild vom Schmuck, allerdings nur die Hälfte:
(Um zu beweisen, wie ich in meinem letzten Post schrieb, dass “es kompliziert ist”.)
((Und falls jemand einen roten Faden braucht: All diese Dinge sprechen nicht und sagen doch etwas :) (Halt’s Maul, Yoda, und iss dein Toast!)))
Schluss
Ich freue mich über ein Like und Kommentare und so weiter!
Beachtet auch gerne das gerade frisch in die Geburt gehobene mehr philosophische Projekt:











Du hast schon ganz schön Farbe gekriegt!